Berlin

Wohnen an der Michelangelostrasse

Durch die analoge Fortschreibung der Michelangelostraße als Teil der historischen Ringstraßen Berlins entsteht ein neuer Binnenraum, gefasst von einladenden Torsituationen, die den jeweiligen Maßstab und Ton der Umgebung aufnehmen. Der Straßenraum, der die funktional geprägten Räume zwischen den Bestandsbauten ausfüllt und in der Maßstäblichkeit der westlich gelegenen Bebauung am Ostseeplatz verbleibt, bildet einen grünen Boulevard aus, in dem Adressen und Nachbarschaften entstehen. Ein Raum, in dem sich städtebauliche Motive aus Gründerzeit, 20 er Jahre, Moderne und Wiederaufbau zu einer heutigen Interpretation fügen.

Die Qualität der Wohnlage aller Bestandsgebäude wird durch eine innere Mantelbebauung, die die räumliche Fassung des Boulevards bildet, erheblich gesteigert. Die Höhe der neuen Bebauung ist mit 6 Geschossen an die Bebauung der Ostseestraße angelehnt. Durch die straßenbegleitende Ausrichtung der Gebäude entsteht für den Gebäudebestand ein wirksamer Lärmschutz, während die Neubauten selbst mit einer erhöhten Tiefe von 14 m dafür ausgelegt sind, mittels Wintergärten und zwei- schichtigen Fassadenkonzepten ein Maximum an Schallschutz für die Wohnungen zu ermöglichen ohne dabei auf gute Belichtung zu verzichten. Wohn-Nebenfunktionen, wie Fahrrad- und Müllstandorte sind zugunsten freiraumplanerischer Qualitäten in den Gebäude-Eingangszonen untergebracht. Die Erdgeschosswohnungen können familienfreundlich und mit Gartennutzung angeboten werden.

Als mögliche Bauabschnitte bieten sich 4 - 5 sinnvolle Einzelschritte zu je 7 - 12 Häusern mit Wohnungsanzahlen zwischen 120 - 170 WE an. Kern der Idee ist, dass in Teilabschnitten die alte Straßenanlage umgebaut wird und die Neubebauung jeweils an den fertig gestellten Straßenteilen schon entstehen kann. Die Sonderbauten Schule und Kita sind Teile des 3. und 4. Bauabschnitts, dem zu erwartenden Bedarf entsprechend.

Das Wechselspiel von öffentlichem und privatem Grün, die übergeordnete Achse in den Volkspark Prenzlauer Berg und die räumliche Integration angrenzender Sportflächen sind Kern des Grünordnungsplans. Die Aufnahme des Baumbestands, speziell in den rückwärtigen Bereichen, sowohl im Norden als auch im Süden, vermittelt als weitere konkrete Bestandsqualität zwischen neuer und alter Bebauung.

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